Vom 10. – 13. Mai 2018 fand die Jahresübung 2018 „Odenwald“ in der Region um Walldürn/Hardheim statt. Alle Einsatzeinheiten, bestehend aus Zugtrupp, Bergungsgruppen und Fachgruppen des OV-Stuttgart übten in den drei Tagen für den Ernstfall und unterstützen dabei zum Teil auch Verbände und Organisationen vor Ort mit sinnvollen Aktivitäten: so wurde ein Fischteich für den „Fischereiverband“ (fiktive Angabe für Übung) abgepumpt oder für die Bundeswehr ein Erdwall abgetragen und einiges mehr.

++++ Jahresübung „Odenwald“ -- Tag 1 ++++
Nach einer Einsatzbesprechung um 10 Uhr im Ortsverband (OV) servierte die Küchencrew um 12 Uhr noch ein schnelles Mittagessen für die insgesamt knapp 80 Helferinnen und Helfer. Anschliesend hieß es abrücken. Die Abfahrt in Kolonnenformation der insgesamt 17 Fahrzeuge lief reibungslos und noch vor der eigentlich geplanten Abfahrtzeit. Nach der Ankunft an der Carl Schurz Kaserne in Hardheim um 15 Uhr fand eine erste Lagebesprechung und Vorbereitungsarbeiten auf dem Truppenübungsplatz der Kaserne am späten Nachmittag statt.

 

++++ Jahresübung „Odenwald“ -- Tag 2 ++++
Tag 2 der Jahresübung 2018 startete für eine der beiden ersten Bergungsgruppen mit einem Notruf des „Fischereiverbandes“ (Anm.: alle hier genannten Szenarien sind rein fiktiv und wurden für die Übungen entsprechend konstruiert). Ein Fischteich drohte aufgrund der extremen Hitze der letzten Wochen zu kippen und sollte daher leer gepumpt und die vorhanden Fische umgesiedelt werden. Auf Anweisung des „Fachberaters des Fischereiverbandes“ sollte nach dem Leeren des Teiches die Gewässerqualität überprüft werden. Dazu mussten entsprechende Wasserproben entnommen werden. Die eingesetzten Pumpen wurden per Drahtseilbahn und Mehrzweckzug mittig des Sees eingesetzt. Insgesamt wurde eine Gesamtpumpleistung von 1.200 L/min eingesetzt. Gegen 11:30 Uhr startet der Pumpvorgang und der Teich war ab 14 Uhr für die Fischentnahme bereit.

Die Fachgruppe Wassergefahren hat für die Jahresübung kurzzeitig ihr Element gewechselt und füllte Sand in bereitgestellte Sandsäcke und stapelt diese auf Paletten.

Die Fachgruppe Räumen trug einen Erdwall des Übungsgeländes mit dem geländegängigen Teleskopstapler und einem LKW-Kipper ab.

Für einige Helfer der beiden Fachgruppen Elektroversorgung und Infrastruktur stand eine Ausbildung in Baumfällarbeiten und Vorbereitungsarbeiten einer Einspeisung in ein Pumpenhaus an.

Der zweite Abend endet mit einem gemütlichen Grillen auf dem Gelände der Führungsstelle.

 

++++ Jahresübung „Odenwald“ -- Tag 3 ++++

Der dritte und letzte komplette Tag der Jahresübung hat den (Fach-)Gruppen erneut einen reich gefüllten Einsatztag geboten (Anm.: alle hier genannten Szenarien sind rein fiktiv und für die Übungen entsprechend konstruiert). In einem nahegelegenen Waldstück ist eine Hütte nach vorangegangener Explosion eingestürzt: es gibt verletzte Personen sowohl in als auch um die Einsturzstelle herum. Zudem gab es Hinweise auf Gefahrstoffe am Unfallort, ein Anhänger mit entsprechender Gefahrgutkennzeichnung sowie verletzte Personen mit Verätzungen wurden gemeldet. Ein Schwelbrand in der Hütte sorgt für zusätzliche Spannung im Übungsszenario. Die Situation vor Ort erfordert die Nachforderung einer weiteren Bergungsgruppe aus dem zweiten technischen Zug mit schwerem Atemschutz. Es werden insgesamt 9 Verletzte dem Rettungsdienst übergeben.

Die Bergungsgruppe (B2) hatte den Auftrag erhalten, ein morsches Geländer, welches infolge eines vorangegangenen Erdrutsches beschädigt wurde, zu ersetzen. Dabei standen lediglich die Werkzeuge des Gerätekraftwagen (GKW) und das Material, daß vor Ort vorgefunden wurde, zur Verfügung. Vorwiegend wurde Liegendholz verwendet, allerdings mussten auch zwei Bäume gefällt werden. Das Holz wurde zugesägt, längs geteilt und mittels Nagelverbindungen zu einem funktionstüchtigen Geländer zusammengebaut.

Die Fachgruppe Räumen hat mit der Unterstützung der beiden Ortsverbände THW Wiesloch-Walldorf und THW Neunkirchen (Baden) den Erdwall planmäßig abgetragen. Dabei wurden insgesamt drei LKW-Kipper eingesetzt. Damit kein Gegenverkehrsbetrieb auf den engen Wegen entsand, fuhren diese den Aushub in einem Einbahnstraßen-Kreisstrecke-Betrieb.

Die mit Abstand am weitesten weg gelegene Übungseinsatzstelle hatten unsere beiden Fachgruppen Elektroversorgung und Infrastruktur (FGr E und I) am dritten und letzten vollen Tag der Jahresübung. Beide Fachgruppen mussten dazu sehr früh am Morgen in Richtung Heidelberg zur US Army Air Base starten. Dort wurde für ein anstehendes Großereignis die Überprüfung der Gegebenheiten und das Einspeisen von Strom in zwei Hangars benötigt. Daneben wurden Stromverteilungen durchgemessen und die Räumlichkeiten auf Unregelmäßigkeiten überprüft, sodass dieser Einsatz erfolgreich bis zum späten Nachmittag abgeschlossen werden konnten.

Der gemeinsame letzte Abend wurde dann mit einen Vortrag zur Historie des THW OV Stuttgart "Die ersten 40 Jahre (1952 - 1992) gekrönt.

 

 ++++ Jahresübung  2018 „Odenwald“  ++++

Alle Tage waren sehr ereignisreich und alle Gruppen hatten spannende Aufgaben zu lösen. Rückblickend eine äußerst gelungene Veranstaltung und an dieser Stelle ausdrücklichen Dank an das Organisationsteam, das diese mehrtätige Jahresübung über mehrere Monate geplant hat und die vielen interessanten Übungsmöglichkeiten für uns alle gefunden hat.

 

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