Nur drei Wochen nach dem ersten Einsatz ist das THW Stuttgart erneut von Samstag, 25.08. bis Dienstag, 28.08.2018 am Max-Eyth-See im Einsatz. Unterstützt durch die beiden Fachgruppen Wasserschaden Pumpen der Ortsverbände Ellwangen und Böblingen sowie Tauchpumpen und Venturidüsen aus dem Ortsverband Backnang.

 Der Sauerstoffgehalt im Max-Eyth-See ist in den letzten Tagen wieder drastisch gesunken und hat ein Fischsterben verursacht, welches das Tiefbauamt Stuttgart rechtzeitig registriert und sofortige Maßnahmen eingeleitet hat. Die Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband (OV) Stuttgart hat schon Anfang August ein Absinken der Sauerstoffkonzentration verhindern können, daher wird erneut das THW alarmiert und bereits am Samstagvormittag rücken die Ortsverbände Stuttgart, Ellwangen, Backnang und Böblingen an.

Diesmal werden an drei Stellen des größten künstlichen Stuttgarter Gewässers gearbeitet: OV-Stuttgart am Südufer mit vier speziellen Schlauchaufsätzen für Gewässerbelüftung die nach dem sog. Venturi-Prinzip, das Wasser mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft anreichern. Der OV-Böblingen hat im nördlichen Uferbereich in Nähe des Neckar, Frischwasser aus dem Neckar in den See gepumpt. Damit ein nahezu gleichbleibender Pegelstand gewährleistet wird hat der OV-Ellwangen im Nord-Osten Seewasser in den Neckar abgepumpt. Der gesamte nördliche Bereich des Sees muss für die Zeit für Fußgänger gesperrt werden, da die Pumpen und Schläuche auf dem Weg stehen bzw. verlegt werden.

Zu Spitzenzeiten sind bis zu 20 Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer diesmal sowohl tagsüber als auch in der Nacht vor Ort, um den See, der durch Sonneneinstrahlung über den Tag natürlich Sauerstoff produziert, zu unterstützen und dadurch die verbleibenden Fische am Leben erhalten werden. THW und Tiefbauamt Stuttgart prüfen während des Einsatzes regelmäßig die aktuellen Sauerstoffsättigungswerte. Erst Dienstag werden die Werte deutlich besser und passend dazu sollen die nächsten Tage laut Wetterbericht sonnig werden, was die natürliche Sauerstoffproduktion fördert.

Nach gut 72 Stunden wird der gemeinsame Einsatz erfolgreich beendet und die Sperrungen am See aufgehoben.

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