Aufgrund der enormen Temperaturen steigen auch die Gewässertemperaturen kleinerer Bäche und Seen und aufgrund des damit verbundenen Rückgangs des Sauerstoffgehalts besteht die Gefahr des sog. "Umkippens" und eines Fischsterbens.
Die Feuerwehr Stuttgart alarmierte am 1.7.2015 aufgrund der durch den Anglerverein Möhringen gemeldeten Gefährdung des Naturschutzgebietes "Riedsee" in Stuttgart-Möhringen einen Fachberater THW vor Ort um mögliche Einsatzoptionen zu erörtern.

Gemeinsam wurde dann festgelegt das die Feuerwehr im Verlauf des Mittwoch Abend mit eigenen Kräften Erstmaßnahmen zur Umwälzung des Gewässers einleiten und das THW diese Maßnahmen am Donnerstag im tagesverlauf weiterführen wird.
Im Auftrag des Tiefbauamtes der Stadt Stuttgart wurde daher am 2.7.2015 durch Helfer des Ortsverbands durch 4 Pumpen Wasser aus dem See mit Sauerstoff angereichert und wieder in den See geleitet. Zudem stellte die Netze BW freundlicherweise kostenlos Wasser aus Ihrem Frischwassernetz zur Verfügung um dadurch die Stabilisierung der Gewässerqualität zu unterstützen und somit zur Rettung des Fischbestands und des Naherholungsgebietes beizutragen.

Nachdem im Laufe des gestrigen Abends der Sauerstoffgehalt des Wassers aufgrund der durchgeführten Maßnahmen (Umwälzung und Einleitung Frischwasser) wieder auf einen Wert oberhalb der fischkritischen Konzentration von 4mg Sauerstoff pro Liter angehoben wurde, rückten die Kräfte um 00:30 wieder im Ortsverband ein.
Im Laufe der nächsten Tage wird mit Unterstützung durch die Helfer aus Stuttgart noch eine Belüftungspumpe durch das Tiefbauamt als langfristige Maßnahme am See installiert um die Gewässerqualität bei den anhaltenden sommerlichen Temperaturen weiter aufrecht erhalten zu können.